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Verlustschein und präventive Massnahmen

Verlustschein und präventive Massnahmen
November 18
11:59 2017

Ein Verlustschein ist ein Beleg für eine offene Forderung nach einer erfolglosen Betreibung. Was kann man tun, damit es gar nicht erst soweit kommt?

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Unternehmen und ein Kunde bezahlt trotz mehrerer Mahnungen seine Rechnung nicht. Weil bekannt wird, dass der Kunde keine Finanzen hat, wird ein Verlustschein durch das Betreibungsamt ausgestellt, das auch bereits das Betreibungsverfahren eingeleitet hat. Im Verlustschein werden die aktuellen Daten des Schuldners und die Forderung aufgeführt. Mit diesem Verlustschein kann der Gläubiger in den nächsten 20 Jahren immer wieder versuchen, seine Forderung einzuziehen. Damit er sich nicht darum kümmern muss, kann er die Überwachung der finanziellen Lage des Schuldners einem Inkassobüro übergeben. Was hier kurz beschrieben wird, ist mit viel zeitlichem Aufwand verbunden. Wie kommt es überhaupt zu Schulden, zum Beispiel für eine Kreditaufnahme?

Was sind die Gründe für eine Kreditaufnahme?

Die nachfolgende Statistik vom Bundesamt für Statistik aus dem Jahr 2013 zeigt, für welche Dinge Herr und Frau Schweizer Geld aufnehmen. Geld aufnehmen bedeutet übersetzt: «Wir kaufen uns mit fremden Finanzen etwas, das wir uns mit dem normal Ersparten nicht leisten könnten.»

Verlustschein

Teilen wir die vom BfS aufgeführten Gründe in drei Gruppen auf:

  1. Luxusartikel wie Autos, Einrichtungsgegenstände, Ferien.
  2. Bezahlung anderer Schulden, Rechnungen und finanzielle Schwierigkeiten.
  3. Unternehmensgründung, Ausbildung, Gesundheitskosten, Kinderbetreuung.

Lassen wir diese drei Gruppen auf uns wirken. Luxusartikel, Schulden, Ausbildung und Existenz. Persönlich scheint nur die Dritte Gruppe nachvollziehbar. Man investiert in eine Firma und in Menschen. Man investiert in etwas, wo ein Return of Investment (Roi) möglich ist. Wenn Kinder oder Erwachsene eine wichtige Ausbildung absolvieren können, hilft dies bei der späteren Stellensuche. Es ist ein Investment gegen Armut.

Manchmal braucht man ein Auto, oder Einrichtungsgegenstände oder Ferien. Aber muss es gleich ein neues Auto sein? Kann man nicht auch Ferien vor Ort machen? Wäre vielleicht eine Anpassung der Bedürfnisse und des Lebenswandels nicht mittelfristig kostengünstiger und darum eine bessere Lösung?

«Gib nicht mehr aus, als du einnimmst!» wurden wir in der Schule gelehrt. Diesen einfachen Satz kann sich jeder merken. Und doch … Offen gestanden wirft man einem das Geld heute regelrecht nach.

Verlustschein Grafik von Google Suchanfrage

Der Nachteil des Internets und der Werbung: Jeder kann schreiben, was er will … Quelle: Google

Was bleibt bei Zahlungsunfähigkeit zurück? Viele Schulden, viel Administration, viel Belastendes für zahlungsunfähige Kunden und ein Betrag, der durch hohe Zinsen täglich wächst.

ründe für Kredite – Fragen

Warum kaufen wir auf Pump? Warum etwas besitzen, das uns zwar für den Moment Freude macht, uns aber in finanzielle Schwierigkeiten bringen kann? Weil es viele andere auch tun? Weil wir den Sinn von Sparen nicht kennen? Weil wir es von klein auf so gelernt haben? Lebensqualität orientiert sich nicht am Besitz, sondern an der Verantwortung und der Freude, das Beste mit den vorhandenen Ressourcen zu machen. Ferien in der Südsee sind nicht zwingend gute Ferien, weil sie in der Südsee sind.

Sparen ist grundsätzlich ein Vorsprung.
Abzahlen wirkt wie ein Hinterherrennen. Es kostet viel Kraft und Geld, ist belastend und viel schwieriger als Sparen. Kaufen, wenn genügend Geld vorhanden ist, macht erst recht Freude. Ein doppelt gutes Gefühl!
Schulden und Inkassoforderungen können vermieden werden. Prävention ist auch hier die beste Lösung. In jedem von uns steckt ein Lebenskünstler. Zufrieden leben mit dem, was wir haben..

Titelbild CC0 via Pixabay

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