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WiFi 6: Was bringt der neue WLAN-Standard?

WiFi 6: Was bringt der neue WLAN-Standard?
Juli 03
15:13 2020

Mit dem neuen WLAN-Standard Wi-Fi 6 (WLAN AX) profitieren Anwender von zahlreichen Verbesserungen, selbst wenn noch kein Wi-Fi-6-kompatibles Endgerät im Haushalt vorhanden ist. Darunter zum Beispiel eine deutlich intelligentere Zuteilung der Bandbreite unter den mittlerweile zahlreichen WLAN-Geräten im Haus, die den Akku-Verbrauch bei mobilen Geräten reduziert, eine viel höhere Datendurchsatzrate auch im 2,4-GHz-Band gekoppelt mit einer Verringerung der Latenz und zu guter Letzt mehr Sicherheit durch das neue WPA3-Verschlüsselungsverfahren. Netzspezialist AVM klärt auf und vertreibt mit der FRITZ!Box Cable 6660 bereits seinen ersten Router mit Wi-Fi 6 in der Schweiz.

Die Internetgeschwindigkeiten steigen, Dienste für Streaming und Gaming nehmen zu, und die Menschen nutzen zu Hause immer mehr WLAN-Geräte. Die Wi-Fi Alliance prognostizierte bereits im Mai 2019(*), dass bis Ende 2020 weltweit im Durchschnitt bis zu 50 WLAN-Geräte (vom Smartphone bis hin zum Kühlschrank) in jedem Haushalt mit dem Internet verbunden sein könnten. Eine massive Steigerung, die hohe Anforderungen mit sich bringt. Das neue WLAN 802.11ax meistert diese Anforderungen mit vielen Weiterentwicklungen. Der als Wi-Fi 6 bekannte neue Standard bringt in der Tat eine bessere Versorgung aller WLAN-Geräte in besonders dichten und viel genutzten WLAN-Umgebungen. Deutlich höhere Datendurchsätze bei gleichzeitig längeren Akkulaufzeiten für mobile Geräte sind eine genauso willkommene Verbesserung wie die Verringerung der Latenz bei Echtzeitanwendungen dank effizienterer Nutzung des Funkspektrums. Allein deshalb lohnt sich die Entscheidung für einen Router mit WLAN AX trotz bisher noch geringer Auswahl an Endgeräten mit Wi-Fi 6 am Markt: Der neue WLAN-Standard ist abwärtskompatibel. Anwender müssen also nicht gleich neue Geräte anschaffen, um von den Vorzügen dieser neuen WLAN-Technologie zu profitieren.

Ein grosser Sprung bei WLAN-Geschwindigkeiten in beiden Frequenzbändern

Seit Veröffentlichung des Standards WLAN 802.11n (Wi-Fi 4) vor mittlerweile zehn Jahren sind Verbindungseigenschaften und Datenraten im 2,4-GHz-Frequenzband weitgehend gleich geblieben. Neuerungen und wesentliche Verbesserungen gab es vornehmlich für das 5-GHz-Band. Von Wi-Fi 6 profitieren nun auch Geräte enorm, die lediglich via 2,4 GHz Daten übertragen können: Neben mehr Kapazitäten für viele gleichzeitige Verbindungen sind durch die bessere Funkwellenmodulation bis zu 25 Prozent mehr Durchsatz auf dem stark genutzten Frequenzband möglich. Umso interessanter ist diese Entwicklung vor allem wegen der immer grösser werdenden Zahl an Haushalts- und kleinen Zusatzgeräten mit integriertem WLAN (etwa Smart-Speaker, Staubsaugerroboter und Smart-Watch), da diese häufig nur das 2,4-GHz-Band unterstützen.

Doch Wi-Fi 6 verbessert insgesamt die Performance des WLANs. Dafür sorgt die bewährte Multi-User-MIMO-Technologie verbunden mit OFDMA („Orthogonal frequency-division multiple access“), ein neues Verfahren, das auch im Mobilfunk verwendet wird. OFDMA bewirkt eine effizientere Ausnutzung der Funkkanäle und führt somit zu mehr Bandbreite je Datenstrom. Von der besseren Reaktionszeit profitieren insbesondere Echtzeitanwendungen wie Gaming, Videokonferenzen oder Virtual Reality. Endgeräte können Datenpakete schneller austauschen, bis zu acht parallele Streams sind gleichzeitig möglich. Geräte mit WLAN 802.11ac (Wi-Fi 5) profitieren sogar von einer Steigerung des Datendurchsatzes um bis zu 40 %.

Netzwerkspezialist AVM klärt auf: Wi-Fi 6 - Was bringt der neue WLAN-Standard?

Netzwerkspezialist AVM klärt auf: Wi-Fi 6 – Was bringt der neue WLAN-Standard?

Höhere Akkulaufzeiten und mehr Sicherheit

Auch die Akkulaufzeiten von Smartphone und Co profitieren vom neuen Wi-Fi 6. Intelligente Aufwachmechanismen („Target Wake Time“) justieren, wie lange die Geräte zwischen den Übertragungen im Ruhemodus verweilen können – das spart Energie.
Eine noch bessere Absicherung der übertragenen Daten bietet des Weiteren der neue Verschlüsselungsstandard WPA3, der zum Beispiel bei FRITZ!Box-Geräten mit Wi-Fi 6 bereits ab Werk enthalten sein wird.

AVM mit FRITZ!Box Cable 6660 in der Schweiz am Start. Weitere Neuheiten ab Herbst

Mehrere parallele 4K-Streams, Videochats, Downloads und Cloud-Anwendungen, wie sie in grossen Haushalten an der Tagesordnung sind – für eine FRITZ!Box mit Wi-Fi 6 kein Problem. Mit der neuen FRITZ!Box 6660 Cable bringt AVM einen zukunftssicheren All-in-one-Router für den Kabelanschluss auf den Schweizer Markt. Das leistungsstarke DOCSIS-3.1-Kabelmodem bietet bis zu 6 Gbit/s Downstream-Geschwindigkeit und ist abwärtskompatibel zu EuroDOCSIS 3.0. Kunden der sasag, senseLAN und Tele Alpin können ihr Heimnetz bereits mit der neuen Technologie aufrüsten. Anwender schöpfen damit die rasanten Geschwindigkeiten am Kabelanschluss aus und verteilen über Wi-Fi 6, einen 2,5-Gigabit-LAN-Port und vier weitere Gigabit-LAN-Anschlüsse Daten in mehrfacher Gigabitgeschwindigkeit im gesamten Heimnetz.

Innovative WLAN-Mesh-Funktionen mit dem neuen Verschlüsselungsstandard WPA3, eine Telefonanlage und eine DECT-Basis für Smart-Home-Anwendungen und Schnurlostelefone sowie der integrierte Mediaserver und die NAS-Funktion runden das Portfolio der neuen FRITZ!Box Cable ab. Mit dem kostenfreien MyFRITZ!-Dienst greifen zudem Anwender auch von unterwegs auf das Heimnetz zu. Regelmässige Updates des Betriebssystems FRITZ!OS halten die FRITZ!Box 6660 Cable auf einem aktuellen und sicheren Stand.

Die FRITZ!Box 6660 Cable ist nur der erste Schritt in einer Reihe von geplanten Neuheiten, womit der bekannte Berliner Netzwerkspezialist aufwartet. Voraussichtlich werden ab Herbst 2020 weitere FRITZ!Box-Modelle mit Wi-Fi 6 für DSL- und Glasfaser-Anschlüsse auch in der Schweiz verfügbar sein. Man darf gespannt sein!

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