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Onlinekäufer sind bei Sport- und Outdoorartikeln besonders preisbewusst

Onlinekäufer sind bei Sport- und Outdoorartikeln besonders  preisbewusst
Juni 11
18:43 2015

Eine kürzlich gemachte Studie lässt folgende absolut spannenden Schlussfolgerungen zu:Onlinekäufer sind bei Sport- und Outdoorartikeln besonders preisbewusst. Aber nicht nur das, auch folgende Facts kristallisieren sich heraus:

– Zalando und Jack Wolfskin erhalten die besten Bewertungen, The North Face schneidet schlecht ab
– Bestellt wird am liebsten bei Amazon, Ebay und Sportscheck – Sportartikelkäufer schicken Waren häufiger zurück als andere Onlineshopper

Wenn Deutsche im Internet Sport- und Outdoorartikel kaufen, achten sie auf das Preisniveau und besonders auf Rabattaktionen. Zudem ist ihnen Beratung wichtiger als anderen Internetkunden. Dies sind Ergebnisse der Studie „Black Box Online Shopping – Sport und Outdoorartikel“ des Marktforschungsunternehmens Konzept & Markt, für die Antworten von rund 1.000 Online-Sportartikelkäufern repräsentativ ausgewertet wurden.

26 Prozent aller Onlineshopper haben in den vergangenen zwölf Monaten Sport- und Outdoorartikel im Internet gekauft und dabei insgesamt 203Euro ausgegeben. Das ist deutlich weniger als im Schnitt der anderen Produkte (360 Euro). „Ein Grund dafür ist, dass Internetkäufer im Bereich Sport- und Outdoorartikel stärker auf den Preis achten als
bei anderen Produkten“, sagt Dr. Ottmar Franzen, Geschäftsführer des Beratungsinstituts Konzept & Markt. Das belegt auch die Studie: Demnach ist für 58 Prozent ein günstiger Preis das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des Onlineshops.

Deutsche, die im Internet Sport- und Outdoorartikel kaufen, achten aber nicht nur auf den absoluten Preis, sondern auch auf Vergünstigungen. 52 Prozent wollen deshalb schon beim ersten Blick auf der Startseite über Rabattinformationen informiert werden. Auch sonst sollte sich im ersten Eindruck des Internetshops für Sport- und
Outdoorartikel vieles um Geld drehen: 42 Prozent wünschen sich hervorgehobene Informationen über die Versandkosten, für 41 Prozent müssen die Zahlungsmöglichkeiten sofort ersichtlich sein.

Amazon und Ebay liegen vorn – Sportscheck beliebtester Spezialshop

Gut setzen die Rabattaktionen die Internetshops von Zalando, Decathlon, Ebay, Tchibo und Amazon um, schlecht schneidet The North Face ab. Besonders günstige Preise bieten nach Ansicht der Internetkunden Decathlon, Tchibo, Amazon und Ebay. Auch hier bildet The North Face das Schlusslicht.

Am häufigsten haben Sportartikelkunden in den vergangenen zwölf Monaten bei Amazon (60 Prozent) und Ebay (36 Prozent) eingekauft. Mit drei Prozent teilt sich The North Face den letzten Platz mit Schöffel, der in punkto Rabatte und günstige Preise ebenfalls am Ende der Skala steht.

Natürlich achten Kunden nicht nur auf Rabatte und Preise. Bei Amazon überzeugt die Kunden zum Beispiel ein generell umfangreiches Warenangebot, die große Auswahl an Markenprodukten und eine gut gestaltete Internetseite mit schnell auffindbarem Suchfeld und Warenkorb. Bei dem meistgenutzten Spezialshop Sportscheck sind die Befragten begeistert von der großen Auswahl an Markenprodukten und dem Angebot an Produktneuheiten sowie dem leicht zu findenden Warenkorb.

Treue Kunden – Suche über große Internetseiten

Bei der Auswahl der passenden Anbieter greifen die Käufer von Sport- und Outdoorartikeln oft auf Internetplattformen zurück. 64 Prozent nutzen dafür oft bis sehr oft Google. 57 Prozent starten ihre Produktsuche häufig über Amazon und 39 Prozent über Ebay. Zehn Prozent suchen sehr oft direkt über die Internetseiten der Spezialanbieter wie Sportscheck, Intersport oder Jack Wolfskin nach ihrem gewünschten Artikel. 25 Prozent nutzen diese Variante oft.

Die Internetkäufer von Sport- und Outdoorartikeln sind dabei relativ treue Kunden. Der durchschnittliche Sportartikel-Onlineshopper hat im Schnitt weniger als zwei Onlineshops, bei denen er regelmäßig
einkauft. „Spezialanbieter und Hersteller sollten alles daran setzen, die Kunden direkt auf ihre Internetseite zu locken, um sie dauerhaft für sich zu gewinnen“, sagt E-Commerce-Experte Dr. Ottmar Franzen.

Beratung ist den Sportartikelkunden wichtig

Die Anteile zwischen stationärem und Onlinehandel halten sich bei Sport- und Outdoorartikeln exakt die Waage. Die durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Sport- und Outdoorartikel liegen im stationären Handel mit 225 Euro sogar etwas höher als beim Internetkauf (203 Euro). Die Kanäle werden gern parallel genutzt. 60
Prozent der Online-Käufer von Sport- und Outdoorartikeln kaufen auch in Fachgeschäften wie Intersport, Sport 2000 oder Decathlon; 27 Prozent bevorzugen den Offlinekauf sogar.

Hauptargument für den Kauf von Sport- und Outdoorartikeln im stationären Handel ist die Möglichkeit, die Ware direkt anzuschauen (68 Prozent). 55 Prozent schätzen zudem, dass man die Ware direkt mitnehmen kann. Auch die Beratung genießt einen höheren Stellenwert. 40 Prozent der Internetkäufer von Sport- und Outdoorartikeln sehen
darin einen klaren Vorteil des stationären Handels gegenüber dem Internet, unter den anderen Onlinekäufern sind es lediglich 27 Prozent. „Bei Sport- und Outdoorartikeln spielt vor allem die Eignung für die jeweiligen Aktivitäten unter bestimmten Voraussetzungen, etwa Wettereinflüssen, eine Rolle. Onlineshops sollten daher multimediale
Präsentationsformen des Produkts im Einsatz sowie Möglichkeiten der direkten Beratung integrieren, zum Beispiel über Video- oder Chatfunktionen“, erklärt Franzen.

Click & Collect bekannter als bei anderen Produktgruppen

Eine Möglichkeit, Online- und Offlinehandel miteinander zu verbinden, ist Click & Collect. Zurzeit ist dieses Angebot jedoch noch nicht bei allen Onlineshoppern von Sport- und Outdoorartikeln bekannt. 19 Prozent kennen es ungestützt und 44 Prozent, wenn man den Begriff zuvor erklärt hat. Doch immerhin liegen diese Werte über dem Durchschnitt für alle betrachteten Warengruppen von 13 beziehungsweise 39 Prozent. 62 Prozent der Sport- und Outdoorfans
finden es gut, die Waren vor dem Kauf begutachten zu können. Unter den Onlineshoppern gesamt sind nur 51 Prozent dieser Meinung.

Auch die Möglichkeit, Artikel bei Nichtgefallen zurückzuschicken, wird im Bereich der Sport- und Outdoorartikel häufiger genutzt als bei anderen Produkten. 46 Prozent der Sportartikelkunden haben bereits Ware zurückgeschickt, im Vergleich zu 34 Prozent aller anderen Kunden.

Zur Studie

Für die Studie „Black Box Online Shopping – Sport & Outdoorartikel“ wurden 1.000 Online-Käufer von Sportbedarf und Outdoorartikeln befragt, die mindestens einmal innerhalb der vergangenen 12 Monate im Internet Produkte dieser Kategorie eingekauft haben. Die Befragten wurden bevölkerungsrepräsentativ ausgewählt. Zum Vergleich wurden
branchenübergreifende Ergebnisse einer Befragung von insgesamt 8.134 Online-Käufern herangezogen. Die Studie kann bestellt werden über http://www.konzept-und-markt.com/studien.html.

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