Gartenbau

Gärten sind sensible und komplexe Biosysteme. Zugleich bedeuten sie vielen ein ganz privates Glück. Worauf muss man bei der Planung, Anlage und Unterhaltung des Gartens achten? Welche Qualifikationen machen einen vertrauenswürdigen Gartenbauer aus? Ein paar wichtige Tipps, damit das Gartenbau-Projekt nicht böse Überraschungen mit sich bringt.

Die Städter träumen davon, viele sparen Jahre dafür. Einen eigenen Garten zu haben, ist ein Privileg. Es ist erstaunlich: Zeitschriften wie Landliebe oder Landlust zähen seit Jahren zu den auflagestärksten Magazinen im deutschsprachigen Raum. Mit dem Slogan „Zurück zur Natur“, den man vom aufklärerischen Philosophen Jean-Jaques Rousseau übernommen hat, trifft die Landliebe den Nerv der Zeit. Oder zumindest eine tief sitzende Sehnsucht. Gemüse pflanzen, der Natur Sorge tragen und dabei dem Alltag für einige Stunden den Rücken kehren… Es braucht nicht viel, um glücklich zu sein.

Wenn die Hobbyfertigkeiten nicht mehr ausreichen…

Gärten sind ein Kontrast zu Büro, Verkehr und zur Hektik des Lebens. Doch Gärten sind nicht nur idyllische Kulisse für die Freizeit. Wir lieben es, Gärten selbst zu gestalten und zu pflegen. Das Gefühl, mit der Natur in Einklang zu sein, sie wachsen und blühen zu sehen, tut gut. Einen eigenen aktiven Beitrag dazu geleistet zu haben, erfüllt viele Menschen mit Zufriedenheit. Oftmals ist es gerade die körperliche Arbeit im Freien, die einen so beflügelt. Doch dann gibt es natürlich auch die Arbeiten im Garten, für die Hobby-«Skills» nicht mehr ausreichen. Die Planung der Anlage etwa sollte man Profis überlassen. Denn ein Garten ist immer ein langfristiges Projekt und entsprechend folgenschwer können Versäumnisse und Fehler sein.

Worauf konkret zu achten ist

Weil Fehler und Mängel im Gartenbau eben nicht leicht rückgängig zu machen sind, ist Expertise umso mehr gefragt. Dabei ist die Wahl des richtigen Gartenbauers gar nicht so einfach. Im Internet gibt es zwar Ratings, Empfehlungen und Kommentare zuhauf. Doch diese sind nicht selten gefaked. Worauf ist also konkret zu achten bei Gartenbauunternehmen? Zunächst bietet jeder vernünftige Internetauftritt eines Gartenbauers Informationen über Ausbildung und Erfahrung von Mitarbeitern und Inhaber. Um langfristige Enttäuschungen zu vermeiden, sollte unbedingt ein Profi ans Werk. Am besten einer mit vielen Jahren Berufserfahrung. Zweitens werden im Internet immer auch Referenzen angezeigt. Wie sehen diese aus? Sind frühere Kunden zufrieden? Ist das Unternehmen transparent mit seinen Arbeiten und Projekten?

Profi ist nicht gleich Profi!

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Spezialisierung eines Gartenbauers. Innerhalb des Berufs gibt es unterschiedliche Fachrichtungen: Garten- und Landschaftsbauer, Spezialisten für bestimmte Pflanzenarten, Baumschulgärtner und Verkäufer. Passt das Tätigkeitsprofil des Gärtners zu den spezifischen Anforderungen, die man als Auftraggeber hat? Hier darf man ruhig etwas wählerisch sein: Kann der Fachmann oder die Fachfrau Anlagen sachgerecht bepflanzen? Ist er oder sie der/die Richtige für den Bau meiner Stützmauer oder des Naturteichs? Kennen sie sich aus mit Laub-, Nadel- oder Obstbäumen, mit Rosen oder Beerenobstpflanzen?

Expertise und Erfahrung zählen

Für bestimmte Vorhaben ist zu raten, einen Profi in Sachen „Garten- und Landschaftsbau“ zu engagieren, der mit Bagger und anderen Maschinen umzugehen weiss. Für besondere Zierpflanzen, deren Anordnung und Kultivierung hingegen ist bei einem „Gärtner für Zierpflanzen“ anzuklopfen. Dieser sorgt mit seinem umfangreichen Wissen zu Pflanzen und Schädlingen dafür, dass Farbe in den Garten kommt. Er weiss, wo was hinkommt, damit es dann nachhaltig wächst. Es gibt auch Stauden-Gärtner: ein Spezialist für Blüten- und Wildstauden, Farne, Kräuter, Gräser, Sumpf- und Wasserpflanzen.
Last but not least ist es die Erfahrung, die zählt. Ein Garten ist ein sehr komplexes Biosystem, in dem alles miteinander zusammenhängt. Je grösser der Erfahrungsschatz, desto zuverlässiger die Planung und die Arbeit eines Gärtners.

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Von Redaktion

Ein Gedanke zu „Komplexe Biosysteme: Gefahren im Gartenbau“

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