Die Schweiz ist ein Zentrum für Wissenschaft, Technologie und Bildung – doch ausgerechnet dort, wo Zukunft entstehen soll, versperrt das Einwanderungssystem vielen innovativen Köpfen den Weg. Der Verein Startup Association Switzerland schlägt deshalb Alarm: Die Schweiz braucht ein Startup-Visum – jetzt.
Zahlreiche internationale Gründerinnen und Gründer absolvieren ihre Ausbildung an renommierten Schweizer Hochschulen, entwickeln erste Prototypen in hiesigen Laboren und knüpfen Netzwerke in lokalen Ökosystemen. Doch sobald es darum geht, hier zu bleiben und ein Unternehmen zu gründen, endet der Weg oft an bürokratischen Hürden. Denn: Es existiert kein eigenes Visum oder Aufenthaltsstatus für Startup-Gründer aus Nicht-EU-Staaten.
Während Kanada, Estland oder die Niederlande längst pragmatische Lösungen eingeführt haben, setzt die Schweiz auf alte Strukturen: langwierige Verfahren, unklare Anforderungen und wenig Transparenz. Für dynamische Gründer ist das ein klares No-Go.
Die Startup Association Switzerland fordert deshalb einen Paradigmenwechsel. Ein gezieltes Visum für Gründerinnen und Gründer aus Drittstaaten soll es möglich machen, unternehmerische Talente unkompliziert im Land zu halten. Wichtig dabei: Schnelle Bearbeitung, transparente Kriterien und digitale Verfahren, die Verwaltung effizient und planbar machen.
Die Schweiz verfügt bereits über Top-Forschung, Kapitalzugang und stabile Rahmenbedingungen. Doch ohne gezielte Talentförderung wird das Land im internationalen Innovationswettlauf zurückfallen. Wer heute Startups blockiert, gefährdet die Wirtschaft von morgen.
Ein Startup-Visum ist kein Luxus – es ist eine Notwendigkeit. Nur wenn die Schweiz mutige Schritte geht, kann sie ihr volles Potenzial als globaler Innovationsstandort entfalten.
