R&M empfiehlt strukturierte Verkabelung als Grundlage für zukunftssichere LAN-Netze und Extended Reach nur für spezielle Anwendungen über 100 Meter.R&M empfiehlt strukturierte Verkabelung als Grundlage für zukunftssichere LAN-Netze und Extended Reach nur für spezielle Anwendungen über 100 Meter.

Leitlinien betonen das Prinzip der strukturierten Verkabelung. Netzwerkplanung für erweiterte lokale Datennetze in Smart Buildings und Industrie.

R&M, der weltweit tätige Schweizer Entwickler und Anbieter von hochwertigen Infrastrukturlösungen für Daten- und Kommunikationsnetze, hat Leitlinien für erweiterte lokale Datennetze formuliert. Sie unterstützen Netzwerkplaner dabei, ausgedehnte Verkabelungen für Smart Buildings und die Industrie zu entwickeln. R&M stellt darin die Vorteile der bewährten strukturierten Verkabelung dem modernen Ansatz der anwendungsspezifischen Extended-Reach-Verkabelung gegenüber. Die Leitlinien sind im neuen Whitepaper «Beyond 100 Meters» veröffentlicht. Es steht auf der R&M-Webseite kostenfrei zur Verfügung (Link am Textende).

Die strukturierte Twisted-Pair-Kupferverkabelung (hier Connectivity-Komponenten von R&M) unterstützt den Aufbau erweiterter lokaler Datennetze in Smart Buildings und vergleichbaren Anwendungsgebieten. Eine Extended-Reach-Verkabelung empfiehlt sich nur in Sonderfällen und als anwendungsspezifische Lösung.

 

Lokale Datennetze benötigen grössere Reichweiten

Weltweit beginnen Hersteller und Planer damit, das 100-Meter-Prinzip der lokalen Datennetze (LAN) aufzubrechen. Standardmässig sind Netzwerkgeräte und die strukturierte Kupferverkabelung für Übertragungsstrecken bis 100 Meter ausgelegt. Die genormte Link-Länge trägt dazu bei, in IT- und Büronetzwerken eine stabile Signalübertragung bis 10 Gigabit Ethernet über Gerätegenerationen hinweg zu gewährleisten.

 

 

Matthias Gerber, R&M Market Manager LAN Cabling
Matthias Gerber, R&M Market Manager LAN Cabling

Heute wächst der Bedarf an Reichweiten von über 100 Metern. Längere Übertragungsstrecken werden beispielsweise für die internetgestützte Gebäudeautomatisierung in Smart Buildings und in Fabriken benötigt. Als Lösung wird seit kurzem das Extended-Reach- LAN im Markt propagiert. Es basiert zunächst auf optimierten Kupferkabeln. «Nicht immer ist diese Verkabelung künftigen oder unbekannten Anwendungen gewachsen», betont Matthias Gerber, R&M Market Manager LAN Cabling.

Matthias Gerber erläutert:

«Der Extended-Reach-Ansatz eröffnet zwar neue Möglichkeiten, er kann die strukturierte Verkabelung aber nicht ersetzen. Die strukturierte und anwendungsneutrale LAN-Verkabelung bleibt die Grundlage zukunftsfähiger Gebäudenetzwerke. Reichweiten von mehr als 100 Meter sind kein Produktmerkmal und kein neuer Standard, sondern eine anspruchsvolle Engineering-Aufgabe.»

Einsatz neuer Technologien wie Single Pair Ethernet

 

Entsprechende Leitlinien für die Netzwerkplanung beschreibt R&M im Whitepaper «Beyond 100 Meters». R&M plädiert darin für einen differenzierten und ganzheitlichen Ansatz. Zunächst sollten Netzwerkplaner prüfen, ob die strukturierte Verkabelung – erweitert um zusätzliche Verteiler, Zonenverkabelung, Glasfaser- oder hybride Verkabelung und moderne Technologien wie Single Pair Ethernet – die beste Lösung ist.

 

Matthias Gerber rät: «Erst wenn diese Optionen bewertet wurden, sollte eine Extended-Reach-Kupferverkabelung als Ausnahme in Betracht gezogen werden. Sie kann entweder von der Verkabelungsklasse her für mehrere Anwendungen oder auch für eine einzelne Anwendung spezifisch definiert werden. Eine Extended-Reach-Verkabelung muss von der Anwendung aus geplant werden. Datenrate, Netzwerkgeräte, Stromversorgung, Temperatur, elektromagnetische Einflüsse, Kabelbündelung und -aufbau sowie die erwartete Lebensdauer der Installation beeinflussen, welche Reichweite möglich und sinnvoll ist.»

Warum betont R&M den Ansatz der strukturierten Verkabelung?

«Der Wert der strukturierten Verkabelung liegt nicht in der Übertragungsdistanz. Entscheidend ist, dass sie unabhängig, interoperabel und nachhaltig zukunftssicher ist. Sie unterstützt unterschiedlichste Anwendungen und Endgeräte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Gerade mit der zunehmenden Konvergenz von IT, Gebäudetechnik und Automatisierung gewinnt dieses Prinzip weiter an Bedeutung.»

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Von Redaktion

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